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Opel will keine Staatshilfe mehr

Opel: Konzernmutter zieht alle Anträge auf Staatsbürgschaften zurück

 
Wirtschaft und Politik , Deutschland , Do. 17.06.2010, Autor: voßnacke
 

Überraschende Wendung bei Opel: Die Konzernmutter Generalmotors aus Detroit zieht für den angeschlagenen Autobauer Opel alle Anträge auf Bürgschaften europäischer Staaten zurück. Einerseits eine Reaktion auch auf die weitere Hängepartie in Deutschland, wo Staatshilfe abgewiesen worden war – andererseits ein klares Zeichen, dass diese Ablehnung wohl nicht ganz falsch war.

© wrw / www.pixelio.de
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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle dürfte triumphiert haben. „Ich fühle mich in meiner Entscheidung voll bestätigt“, sagte der FDP-Politiker, der sich in Sachen deutscher Opel-Staatshilfe immer skeptisch zeigte und diese am Ende durch sein Votum auch kippte. Die vier Bundesländer mit Opel-Werken – NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen – wollten Bürgschaften daraufhin alleine aufbringen.

GM will es alleine schaffen

Nun ist dies alles plötzlich vom Tisch: General Motors steht in den USA längst wieder gut da und plant das Comeback an die Börse. Da störte offenbar die unendliche Hängepartie um die am Ende nur noch etwa 600 Millionen-Bürgschaft aus deutschen Landen, die sich als „ weit komplexer und langwieriger“ herausstellte als Opel-Chef Nick Reilly es sich wohl erhofft hatte. GM habe nun den Weg frei gemacht für eine schnelle Umsetzung des Zukunftsplans, teilte man mit.

Was bedeutet die Wendung für das Bochumer Opel-Werk?

Der Verzicht auf Staatshilfe bedeutet auch, dass der Staat endgültig nicht mehr mit im Boot sitzt – und damit auch in Sachen Arbeitsplätzen oder etwaiger Werkschließungen kein Wörtchen mehr mitreden können wird. Detroit entscheidet – allein und nunmehr ohne politische Rücksichtnahmen.

Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel klammert sich somit an das Prinzip Hoffnung, dass alle bisher getroffenen Vereinbarungen weiter gelten. Das heißt eben: keine weiteren Werksschließungen und keine zusätzllichen Kündigungen. Europaweit sieht der Sanierungsplan etwa 8000 Entlassungen vor. Damit könnte es jetzt getan sein – was die Zukunft bringt, wird sich aber erst zeigen.

-tv-
 

 

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