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Einwohner: 9358
Fläche: 58,68 m2
Postleitzahl: 58339 -
Vorwahl: 02338
Kennzeichen: EN
Wetter: Freitag 25.05.2012 |
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Die beschauliche alte Hansestadt Breckerfeld mit ihrer reizvollen Landschaft liegt im südöstlichen Teil des Ennepe-Ruhr-Kreises. Als „grüne Lunge“ ist es Erholungsraum vor den Toren des Ballungsgebiets an der Ruhr und seit 1986 sogar staatlich anerkannter Erholungsort.
An einer bedeutenden Kreuzung mehrerer Handelsstraßen entstand im 12. Jahrhundert „Breckelvelde“. Schon früh stand Erzgewinnung und -handel auf dem Programm des täglichen Lebens im kleinen Örtchen, denn die umliegenden Wälder waren voller Erzvorkommen. Die Wurzeln für eine blühende Stahlproduktion- und verarbeitung zeichneten sich ab. Breckerfeld wurde erstmals 1184 urkundlich erwähnt und bekam 1396 die Stadtrechte verliehen. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte der Anschluss an den Hansebund. In diese Zeit fällt – obwohl verheerende Brände die junge Stadt immer wieder zurückwerfen – auch die wirtschaftliche Blütezeit Breckenfelds.
Erst als Ende des 17. Jahrhunderts die Industrialisierung am Horizont aufzieht, beginnt der Niedergang der heimischen Wirtschaft, die noch zu sehr auf manuelle Fertigung ausgelegt blieb. Erst nach und nach passt sich Breckerfelde dem rasanten Fortschritt an und kann später wieder am Erfolg des Montanstandorts Ruhr partizipieren. Mitte des 20. Jahrhunderts bedeutet das Ende von Kohle und Stahl im Revier sowie mehr noch die große kommunale Neugliederung von 1975 einen tiefen Einschnitt für das kleine Städtchen. Breckerfeldes Gebiet und Bevölkerung halbieren sich.
Ganzer Stolz ist heute der historische Ortskern mit mittelalterlicher Stadtbefestigung, katholischer und evangelischer Jakobuskirche, dem Heimatmuseum und der Bockwindmühle. Drei Talsperren im Breckenfelder Umland tragen wiederum zum Ruf als „grüne Lunge“ bei.