Startseite/ Städte & Regionen/ Kreis Recklinghausen / Oer-Erkenschwick
Merkliste (0)Detailansicht
Einwohner: 30800
Fläche: 38,8 m2
Postleitzahl: 45739 -
Vorwahl: 02368
Kennzeichen: RE
Wetter: Freitag 25.05.2012 |
Samstag |
Sonntag |
Montag |
18°CKlar |
25 ° 10 °
|
27 ° 15 °
|
26 ° 15 °
|
Die kleine Ruhrgebietsstadt Oer-Erkenschwick liegt am nördlichen Rand des Reviers und zählt heute 31.000 Einwohner. Lange Zeit existierten die Stadtteile Oer, Erkenschwick und Rapen bei unterschiedlichen Zugehörigkeiten getrennt voneinander.
Erst 1926 wurden sie zu einer Gemeinde zusammengefasst. Die souveränen Stadtrechte erhielt die Stadt 1953 und die volle Selbständigkeit gar erst weitere 10 Jahre später – Oer-Erkenschwick ist damit fraglos die jüngste Stadt im Ruhrgebiet. Und nicht nur das: Seit der kommunalen Neugliederung der 1970er-Jahre, in der Oer-Erkenschwick nach heftigen Auseinandersetzungen einen neuerlichen Zusammenschluss mit anderen Gemeinden erfolgreich verhindern konnte, gilt „OE“ auch als eine der kleinsten Städte des Ruhrgebiets.
Zur vollen Blüte kommt Oer-Erkenschwick jedoch erst mit seiner Entwicklung zur Bergbaustadt. 1899 begann die Abteufung im späteren Bergwerk „Ewald-Fortsetzung“ und bis zum Jahre 1929 erhöhte sich die Kohleförderung auf stolze 1,1 Mio. Tonnen pro Jahr bei über 4.200 Bergleuten. Die heute modernisierten Zechenkolonien prägen auch heute noch Teile des Stadtbilds.
Weltkriege treffen OE voll
Das Leben der jungen Gemeinde wurde dann aber schwer erschüttert: die zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und die daraus resultierende Stilllegung der Zeche bereits 1931 machten Oer-Erkenschwick zu schaffen. Unglaubliche 80% Arbeitslosigkeit sorgten dafür, dass Oer-Erkenschwick zur ärmsten Gemeinde des Ruhrgebiets abstieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt es zur Wiederaufnahme der Kohleförderung und Bergbau bleibt für lange Zeit dominierender Faktor der kleinen Stadt.
Lebensmittelstandort und Naturpark Hohe Mark
Erst Mitte der 1990er- Jahre nach fast 100-jähriger Bergbautradition schließt die Zeche endgültig. Heute ist – neben zahlreichen mittelständischen Betrieben – ein Wurst- und Fleischwarenfabrikant größter Arbeitgeber der Stadt und hat Oer-Erkenschwick als „Lebensmittelstandort“ etabliert. Die Freizeitstätte Stimbergpark mit ihrer Fläche von 21 ha und der Naturpark "Hohe Mark" am Südrand des Waldgebietes "Haard" machen Oer-Erkenschwick zudem zu einer grünen Lunge des Ruhrgebiets.