Sonnenschein und grüne Natur laden am kommenden langen Wochenende zu Spaziergängen und Ausflügen ein. Doch nicht nur Wald und Wiese locken, auch die Industrienatur auf der Kokerei Hansa. Zugleich lässt sich das Industriedenkmal erkunden und das Geheimnis um die Koksproduktion lüften. Auf der 1992 stillgelegten Zentralkokerei gibt es vieles zu entdecken: Junge Birken auf der Ofendecke, Sommerflieder vor den Koksofentüren und Kaulquappen und Frösche im Wasserbecken am Druckmaschinengleis. Trotz üppiger Natur ist das Industriedenkmal an jeder Ecke präsent und verweist mit seinen Gebäuden und Maschinen auf die Produktivität vergangener Tage: In Spitzenzeiten arbeiteten hier bis zu 1.000 Menschen und produzierten über 5.000 Tonnen Koks am Tag. Auf einer ehemals 540 Meter langen Flucht reihte sich Koksofen an Koksofen, 314 an der Zahl, die das Herzstück der Kokerei bildeten. Hier wurde bei 1.000 Grad Celsius in rund 20 Stunden die Kohle zu Koks gebacken. Doch nicht nur der in den Stahl- und Eisenwerken eingesetzte Koks wurde hier produziert. Zudem wurden aus dem Rohgas Nebenprodukte wie Teer, Schwefelsäure, Ammoniak oder auch Rohbenzol gewonnen. Das „Schmuckstück“ der Kokerei Hansa ist die Kompressorenhalle aus dem Jahr 1928, deren Maschinen - liegende, dampfbetriebene, zweistufige, doppelt wirkende Gaskolbenkompressoren - das Gas verdichteten und in das Ferngasnetz einspeisten.
An allen Pfingsttagen ist es möglich, die Kokerei in zahlreichen Führungen zu erkunden.Zusätzlich kann man, in einem Teil des Geländes mit einem Audioguide auf Entdeckungsreise gehen.
Die Termine am kommenden Wochenende:
Offene Führungen:
Samstag (30.05.) um 14 Uhr und 16 Uhr
Pfingstsonntag (31.05.) um 11 Uhr,14 Uhr und 16 Uhr
Pfingstmontag (01.06.) um 11 Uhr,14 Uhr und 16 Uhr
Nachtlichtführung: Freitag (29.05) um 21 Uhr (bitte Taschenlampe mitbringen!)
Der Kostenbeitrag für die Kokereiführungen beträgt 5 Euro pro Person. Kinder unter
zwölf Jahren nehmen kostenlos teil. Audioguide: 3 Euro. Treffpunkt ist jeweils der Infopunkt der Kokerei Hansa, Emscherallee 11, Dortmund-Huckarde. Infos: Tel. 0231/93 11 22-33.
pm/eRe