Startseite/ Städte & Regionen/ Oberhausen/ Pogromnacht: Revierstädte gedenken der Opfer des 9. November 1938
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Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland – und auch dem Ruhrgebiet – Synagogen angezündet, jüdische Geschäfte und Häuser geplündert, Menschen ermordet. Zum 72. Jahrestag der Reichspogromnacht, in der sich die grausame Fratze Nazi-Deutschlands offenbarte, finden heute wieder im ganzen Revier Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer statt. In zahlreichen Ruhrgebietsstädten und Gemeinden sind die Bürger zu Kranzniederlegungen und Mahnwachen eingeladen.
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So findet um 18 Uhr zum Beispiel in der St. Johann-Baptist-Kirche in Dortmund eine zentrale Gedenkfeier zur Pogromnacht statt.
Um 17 Uhr gedenken die Bochumer neben der Stele am Dr. Ruer-Platz der Opfer des sinnlosen Hasses der Nationalsozialisten, der am 09. November vor 72 Jahren so radikal zum Vorschein kam. Zudem können Bürger ab 15 Uhr an Rundgängen zu den „Stolpersteinen” teilnehmen, die in den vergangenen Jahren in Bochum verlegt worden sind.
In Mülheim legt – wie jedes Jahr – die Oberbürgermeisterin einen Kranz auf dem Jüdischen Friedhof an der Gracht nieder. Anwesend sind traditionell VertreterInnen der Jüdischen Gemeinde, der Politik und Verwaltung sowie Schüler und Lehrer.
Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft lädt die Stadt Duisburg zu einer Gedenkfeier im Ratssitzungssaal des Duisburger Rathauses um 18 Uhr ein. Im Anschluss an die Gedenkfeier startet ein Schweigemarsch zur Kranzniederlegung an der Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg. Der Weg des Schweigemarsches führt vorbei an „Stolpersteinen“, die an die Opfer der Nazidiktatur erinnern.
Das mahnende Gedenken vollzieht auch Gelsenkirchen: An die von den Nazis so genannte „Reichskristallnacht“ erinnert ab 18.30 Uhr ein Schweigemarsch in Richtung NS-Dokumentationsstätte, wo um 19 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.
In Witten gibt es ab 20 Uhr eine Mahnaktion rund um den Gedenkstein Synagogenstraße/Breite Straße, bei der ein Holocaust-Überlebender berichtet.
Bleibt zu hoffen, dass nicht – wie es in den Vorjahren bereits vorkam – unverbesserliche Rechte das Gedenken zu einer eigenen Provokation nutzen.
-tv-