10 Partien in Folge sieglos, freier Fall Richtung Liga 2: Beim VfL Bochum geht es zurzeit drunter und drüber. Zwei Spieltage vor Saisonende zieht die Vereinsführung nun die Reißleine und entlässt den glück- und erfolglosen Trainer Heiko Herrlich. Dies teilte der Verein heute Mittag offiziell mit.
Nun soll Ex-VfL-Profi und Bochumer A-Junioren-Coach Dariusz Wosz den Klub vor dem sechsten Erstliga-Abstieg retten – und somit dem Mythos der „Unabsteigbaren“ endlich einmal wieder neue Nahrung geben. Dies gleicht einem sportlichen Himmelfahrtskommando, müssen die Bochumer am Wochenende ausgerechnet doch in der Allianz-Arena gegen Bayern München ran. Am letzten Spieltag kommt es dann zu Hause zum finalen Showdown gegen Hannover 96.
Herrlich seit Oktober 2009 auf der VfL-Trainerbank:
Zunächst Erfolgsserie
Nachdem Heiko Herrlich in der laufenden Saison Marcel Koller ablöste, führte er die Mannschaft weg von den Abstiegsrängen. Zwischenzeitlich hatte Bochum bereits ein beruhigendes Polster von neun Punkten Vorsprung auf den ungeliebten Relegationsplatz 16. Die Abstiegszone schien fast schon kein Thema mehr. Doch nach und nach kam es zu immer schwerwiegenderen Zerwürfnissen zwischen Trainer und Mannschaft – die einsetzende Talfahrt verstärkte diese mehr und mehr. Zum Schluss soll es zu Wutanfällen des ehemaligen DFB-Trainers in der Kabine und Beschimpfungen von Spielern gekommen sein.
Am Ende gab es offenbar keinen anderen Ausweg für den Revierclub mehr als die Entlassung des 38-jährigen Heiko Herrlichs. Dariusz Wosz soll nun das Ruder herumreißen.
-tv-
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