Für das Ruhrgebiet ist es ein wichtiger historischer Akt, der heute im Rahmen eines festlichen Empfangs im RVR-Haus eingeleitet wird. Nach mehr als 34 Jahren kehrt die Planungshoheit für den Ballungsraum Ruhr zurück zum Regionalverband Ruhr (RVR).
Der Vorläufer des RVR, der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, war seit seiner Gründung im Jahr 1920 eigenständig für die Regionalplanung zuständig. Bis 1975 das Land NRW die Regionalplanung auf die drei Bezirksregierungen in Arnsberg, Düsseldorf und Münster übertragen und verstaatlicht hatte. Die Rückübertragung der Regionalplanung als staatliche Aufgabe an den RVR beendet nun die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung der Metropole Ruhr mit ihren 5,2 Millionen Einwohnern.
Zu den wichtigsten Aufgaben des ältesten Kommunalverbandes in Deutschland gehören nun die Wirtschafts- und Tourismusförderung, die Trägerschaften für den Emscher Landschaftspark und die Route der Industriekultur. Hinzu kommt die informelle Planung (Masterplanung) und die förmliche Regionalplanung mit der Aufgabe, einen einheitlichen Regionalplan aufzustellen. Die RVR-Verbandsversammlung - das Ruhrparlament - fungiert ab Herbst 2009 auch als Regionalrat der Metropole Ruhr.
- pm/gala -
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