Startseite/ Norbert Röttgen stellt sich der Wahl zum CDU Landesvorsitz für NRW
Merkliste (0)Norbert Röttgen nimmt nun doch die Kandidatur für den CDU Landesvorsitz an. Der bereits seit Anfang August feststehende erste Kandidat Armin Laschet, welcher seit der Forderung einiger führender Unionspolitiker Röttgen als zweiten Kandidaten aufzustellen, ein wenig ins Wanken geraten ist, äußert sich plötzlich ganz versöhnlich. Jetzt ist es Röttgen selbst, der in seinem Brief an die Parteifreunde subtil Kritik an seinem Konkurrenten äußert.
„Ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, dass ich mich um das Amt des Vorsitzenden unserer Landespartei bewerbe“, heißt es im Brief, der die CDU-Mitglieder am Montag erreichte. Norbert Röttgen, der bis vor kurzer Zeit noch im Urlaub war, äußerte sich damit erstmals zur Forderung, er solle sich als zweiter Kandidat einer Wahl zum CDU-Landesvorsitz in NRW stellen.
"Jetzt sind wir eben zu zweit"
Der bisherige Kandidat Armin Laschet, früherer NRW Integrationsminister, wähnte sich bis vor einigen Tagen recht sicher, im Bezug auf seine Karriere als CDU Landesvorsitz in NRW. Der Ausblick, sich nun einer Mitgliederbefragung stellen zu müssen, brachte den durch Generalsekretär der Landes CDU Andreas Krautscheid und Fraktionschef Karl-Josef Laumann bestärkten Laschet zeitweise ins Wanken. Nun sagte er aber bereits in einem Interview mit der Bild-Zeitung: „Jetzt sind wir eben zu zweit. Ich will die Kandidatur nicht bewerten“.
Nach Spekulationen ob die bisherige Freundschaft Armin Laschets und Norbert Röttgens jetzt in Gefahr ist, ist es Röttgen selbst, der in seinem Brief Kritik an Laschet übt. Für Röttgen sei die Erörterung von Personalfragen der Landespartei mitten in der Sommerpause nicht sinnvoll. Dementsprechend äußere er sich erst jetzt, gegen Ende der Ferien, da er keinen Beitrag zum „Sommertheater“ leisten wollte. Zur befürchteten Lagerbildung sagte er, dass es nun, nach der bitteren Niederlage der CDU bei den NRW Landtagswahlen, um einen Neustart ginge und daher alle Parteimitglieder gebraucht würden.
Mitgliederbefragung ist eine Chance
Weiterhin gab Röttgen zu bedenken, dass die Union eine politische Gemeinschaft wäre, die von Werten, Grundsätzen und grundlegenden Überzeugungen bebildet wird. Mit diesem Selbstverständnis vertrage es sich nicht, die unterschiedlichen politischen Verantwortungsebenen gegeneinander aufzuspielen. Die mit seiner Zweitkandidatur verbundene Mitgliederbefragung der 16.000 Mitglieder, sieht Röttgen als Chance für die Partei.
Zwar ist durch jene Mitgliederbefragung eine Hinterzimmerpolitik nur in geminderter Form möglich, aber welcher der beiden Kandidaten ernsthaft an einer demokratischen Entscheidung interessiert ist oder wer nur gute Schachzüge plant, bleibt ungewiss.
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