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Alarmstufe Rot bei RW Essen: Wendet sich Politik ab?

RW Essen: Lizenz und Stadionbau in höchster Gefahr

 
Sport und Vereine , Do. 29.04.2010, Autor: voßnacke
 

Wieder einmal Ärger in der unendlichen Geschichte um Rot-Weiß Essens Finanzlage und den Stadionbau: Diesmal jeodch herrscht Alarmstufe Rot! Pünktlich vor einer wichtigen Etatrede von Essens OB Reinhard Paß wurde bekannt, dass an der Hafenstraße völlig überraschend 2,3 Millionen Euro fehlen, Lizenz und Stadionbau damit wackeln. Der OB kündigte prompt an, dass die Stadt fortan nicht mehr ihre schützende Hand über RWE halten kann und will.

© Rainer Sturm / www.pixelio.de
© Rainer Sturm / www.pixelio.de
 

Die Misswirtschaft bei RWE nimmt offenbar kein Ende. Diesmal aber steht das Überleben des Traditionsvereins auf dem Spiel – vom Stadionbau ganz zu schweigen. Besonders schwerwiegend ist die Tatsache, dass die neuerliche 2,3 Millionen-Misere recht überraschend kommt. Bis vor einigen Wochen schien es so, als sollte RWE diesmal keine Probleme mit der Lizenzerteilung bekommen. Doch die Lizenz des Viertligisten rückt in Wahrheit in immer weitere Ferne.

Überraschung und Ärger bei OB Paß

Genauso groß wie die Überraschung war offenbar auch die Verärgerung bei Oberbürgermeister Reinhard Paß. In seiner Etatrede vor der Ratsversammlung stellte er klar, dass endlich auch der Verein seine Hausaufgaben machen müsse. Eine klare Kritik an der Vereinsführung! Diesmal könne und wolle die Stadt es nicht wieder richten. Weitere Gelder würden nicht fließen.

Dass der Stadion-Neubau damit auch vor dem endgültigen Aus steht, ist zu befürchten. Ohne Lizenz fällt die angedachte Finanzierung wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Leere Taschen der Stadt können leere Taschen RWEs nicht füllen

Fußball in Essen, zumal vom „Mythos“ Rot-Weiß, – das ist fraglos ein Teil der Stadtkultur. Genauso gehört ein modernes Fußballstadion zu einer einer Großstadt wie Essen. Keine Frage, dass sich der OB und die Politik darüber im Klaren sind. Doch angesichts der dramatischen Haushaltssituation der Kommunen selbst, kann es sich Essen nicht mehr leisten Rot-Weiß direkt oder über städtische Tochterunternehmen zu subventionieren.

„Gott schütze Rot-Weiß Essen“

Passender geht es kaum, dass die neue Monatsausgabe des Fußball-Fachmagazins „11 FREUNDE“, die ab 29. April im Handel ist, ihre Hauptreportage offenbar schon in böser Vorahndung betitelte: „Gott schütze Rot-Weiss Essen“. Das ist ab sofort mehr denn je von Nöten.

-tv-

 

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