Das ein kleines Stückchen altes Papier mit gezacktem Rand ein Vermögen Wert sein kann haben viele Briefmarkenfans im Schloss Hugenpoet hautnah miterleben können: Am 8. Mai 2009 ist eine einzige Briefmarke für 210.000 Euro versteigert worden.
Die Rote Mauritius ist eine der wohl sagenumwobensten Briefmarken der Welt. Eine Rarität wie diese kommt nur ganz selten unter den Hammer, und wenn es dann wirklich einmal geschieht, so ist es ein großer Tag für Briefmarkensammler. Die letzte Versteigerung war hier im Ruhrgebiet, um genau zu sein: in Essen. Im Schloss Hugenpoet kam die schon vorher flache Marke unter den Hammer. Im gut gefüllten Kaminzimmer waren die meisten wohl doch nur zum schauen gekommen, oder um einen extra für dieses Großereigniss erfundenen ‚Fancy One Penny’ Cocktail zu trinken. Das große Ereignis war in nur 90 Sekunden vorbei. Bei einem Startgebot von 200.000 Euro bekam ein Auktionator aus Berlin den Zuschlag bei 210.000 Euro. Die Marke geht jetzt an einen Unbekannten, für den der Auktionator extra angereist war. Wenn frau/man jetzt wieder einmal gefragt wird, ob sie/er eine Briefmarkensammlung anschauen will, so könnte die Rote Mauritius dabei sein …
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