Das Ruhrgebiet hat eine stolze Geschichte: Wo auch immer man hinschaut, da hat die Kohle ihre Spuren hinterlassen. Aber je mehr Zeit vergeht, um so weniger sieht man von den Spuren der Kohle. Um noch einmal auf die Bergbaugeschichte hinzuweisen sollen im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 an markanten Orten der Bergbaugeschichte große gelbe Ballons gehisst werden.
Der Bergbau hat tiefe Spuren im Ruhrgebiet hinterlassen aber sichtbar sind sie heute kaum noch. Durch das Projekt „SchachtZeichen“ zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 sollen diese alten Schächte an rund 400 ehemaligen Standorten im Ruhrgebiet - davon allein 14 in Hamm - im Zeitraum vom 22. bis 30. Mai 2010 als einmaliges Bild mit besonderem Glanz erscheinen. Hierzu sollen gelbe Heliumballone mit einem Durchmesser von 3,5 Meter an einem Banner bis zu 80 Meter in den Himmel über der Ruhr aufsteigen, um so für 9 Tage als sichtbares Wahrzeichen an die alten Schächte zu erinnern. Auch die Stadt Hamm will sich an diesem beeindruckenden Bild beteiligen. Um solch ein Projekt allerdings meistern zu können, braucht es Sponsoren und freiwillige Helfer. Derzeit fehlen für die Realisierung dieses Projektes, so die Verantwortlichen der RUHR.2010 GmbH, noch etwa eine Million Euro. Deshalb werden jetzt dringend Sponsoren gesucht, die die Finanzierung dieses einmaligen Projektes sicherstellen. Mit 5.000 Euro kann man Sponsor eines Ballons werden und so z. B. seinem Partner eine kleine Freude bereiten, ihn aber auch als „Location – Eyecatcher“ verwenden. Obwohl die Stadt Hamm nach Aussage von Ulrich Weißenberg, Kulturhauptstadtbeauftragter der RUHR.2010 für Hamm und Fachbereichsleiter für Kultur der Stadt, knapp die Hälfte der benötigten Ballonmittel aus dem eigenen RUHR.2010-Budget stemmen will, bleibt aber immer noch eine Finanzierung von mindestens 40.000 Euro offen. Dabei ist angedacht, sollte dieses Projekt Realität werden, an zwei Standorten, nämlich auf Radbod und in Herringen im Bereich von Schacht Franz, jeweils ein Stadtteilfest zu organisieren, um dieses einmalige Ereignis mit möglichst vielen Bürgern vor Ort zu begehen. Neben den Sponsoren werden aber auch noch freiwillige Helfer gesucht, die sich als „Wächter“ der Heliumballone engagieren, da aus Sicherheitsgründen die Ballone nur tagsüber am Himmel stehen sollen, so dass sie täglich eingeholt werden müssen. Dies gilt auch bei aufkommendem Starkwind oder Sturm. In der Hoffnung auf breite Unterstützung für dieses Projekt können sich Sponsoren und freiwillige Helfer ab sofort beim Kulturbüro der Stadt Hamm melden. Als Ansprechpartner stehen Ihnen hier Frau Baumann (unter 0 23 81 / 17-55 13) und Frau Kleine (unter 0 23 81 / 17 55 56) zur Verfügung.
pm/eRe
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