Startseite/ Kunst und Religion - eine Auseinandersetzung mit der islamischen Kultur bei der Ruhrtriennale 2010
Merkliste (0)Eine neue Saison der Ruhrtriennale, dem Festival der Künste im Ruhrgebiet, steht kurz vor der Tür. Auch im zweiten Jahr unter der Intendanz Willy Deckers beschäftigen alle beteiligten Künstler die „Urmomente“. Nachdem es im Jahr 2009 um die Verbindung von Kunst und Religion bezogen auf die jüdische Kultur ging, liegt der Fokus in 2010 auf der islamischen Welt. Mit dem Titel „Wanderung“ laden Regisseure, Schauspieler, Tänzer, Musiker, Dichter und bildende Künstler dazu ein, den Weg ein Stück mit ihnen zu gehen. Vom 20.08. bis zum 10.10. bietet die Ruhrtriennale im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ein weiteres Programm von internationaler Bedeutung.
Eine Sufi Weisheit besagt „es gibt keinen Weg, nur gehen“. Dieser Bewegung widmen sich die kommenden etwa 35 Programmpunkte der Ruhrtriennale 2010. Der Islam – ein Thema dem aktuell jeder nur zu gern etwas hinzufügen möchte, wird in der diesjährigen Saison des Festivals der Künste im Ruhrgebiet aus kreativen Blickwinkeln unter die Lupe genommen. Neben romantischen und erklärenden Beiträgen, traditionellen Erzählungen und deren moderne Interpretationen, ist auch die kritische Auseinandersetzung im Programm verankert.
Die Offenheit der Ruhrtriennale
Was die Ruhrtriennale zu einer international anerkannten Veranstaltung macht, ist unter anderem die beispielhafte Offenheit nicht nur für Themen, sondern vor allem für neue Felder der Künste und ihre Verquickungen. Bestandteil einer jeden Saison der Ruhrtriennale sind die sogenannten Kreationen, bei denen neue Wege der Darbietung eröffnet werden. Eine der diesjährigen ist die Interpretation einer Dichtung um das wohl berühmteste Liebespaar des islamischen Kulturkreises: Leila und Madschnun.
Über die Kreationen gibt es zahlreiche weitere Programmpunkte in den Genres Musiktheater, Konzert, Schauspiel, Tanz, Literatur und Film sowie Diskussions- und Informationsveranstaltungen. Einer der für die Region bedeutendsten Beiträge ist die im Rahmen des RUHR.2010 Projektes „Neue Musik für eine Metropole“ initiierte Komposition Hans Werner Henzes „Gisela! Oder: die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks“.
Spielstätten der Ruhrtriennale
Neben dem Programm lebt die Ruhrtriennale auch von der Besonderheit ihrer Spielstätten. Zwar für das Ruhrgebiet typisch, für den Rest der Welt aber immer wieder besonders, stehen die Veranstaltungen in enger Verbindung zu ihren Bühnen – den Industrieanlagen des Ruhrgebiets. Die architektonisch durch Pragmatismus geprägten, von Rost und rohen Wänden dominierten Räume ehemaliger Mischanlagen, Maschinenhallen oder Stahlwerken, haben auf ihrem Weg neue Richtungen eingeschlagen und bilden so die optimale Fläche für die „Wanderung“ der Ruhrtriennale 2010.
Die Trackback URL zu diesem Artikel ist:
http://www.ruhrportal.de/ruhrtriennale-2010-die-suche-nach-dem-weg.html
Wie bewerten Sie diesen Artikel?
Kommentare Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln
Schreiben Sie uns Ihre Meinung
Ihre Meinung zu: Kunst und Religion - eine Auseinandersetzung mit der islamischen Kultur bei der Ruhrtriennale 2010
Beliebteste Suchanfragen
Beliebte Schlagworte
BVB Bochum Disco Dortmund Duisburg Essen Gastronomie Gelsenkirchen Golf Hamburg Kaufen Kino Loveparade Musical NRW Partx Rihr Ruhrgebiet Schalke