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Sanierungsplan für Opel

GM sieht Produktionskürzungen von 25 Prozent vor

 
Wirtschaft und Politik , Ruhrgebiet , Do. 19.11.2009, Autor: schlanstedt
 
Wer hat das letzte Ass im Ärmel und wie wird der verwirrende Sanierungspoker um den Automobilhersteller Opel für die Beteiligten ausgehen? Einer, der es wissen könnte, ist ohne Zweifel der neue GM-Europa-Chef Nick Reilly. Vor Journalisten in London erklärte Reilly, dass General Motors dem Sanierungsplan zufolge die Produktion in Europa um voraussichtlich 20 bis 25 Prozent zurückfahren wird.
© wrw/ www.pixelio.de
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Welche Opel-Standorte in Europa gefährdet sein werden steht noch nicht fest. Hier hielt sich der Europa-Chef mehr als bedeckt und lässt damit reichlich Platz für weitere Spekulationen, die insbesondere den Opelanern weitere Sorgenfalten ins Gesicht treiben werden. Das Wort „Werkschließungen“ geistert hier in den Köpfen der europaweit 10.500 Mitarbeiter herum. Betroffen sein könnten 4000 Stellen der deutschen Werke.

Der US-Autobauer will im Laufe der nächsten zwei Wochen eine Entscheidung über die europäischen Opel-Standorte fällen. Gezittert wird besonders in Antwerpen. Dass Werkschließungen bevorstehen, dürfte wohl jeder, der die Pokerpartie um Opel aufmerksam verfolgt hat, wissen. Nick Reilly hat jedenfalls in dieser Woche bei einer Unterredung mit Vertretern der flämischen Regionalabteilung deutlich gemacht, dass schwierige Entscheidungen anstehen würden. Die von den Gewerkschaften befürchtete Schließung des Standorts Antwerpen hat er dabei konkret jedoch nicht genannt. Reilly wies stattdessen darauf hin, wie notwendig es sei, Überkapazitäten von Opel in Europa abzubauen.

In der Zwischenzeit hat EU-Industriekommissar Günter Verheugen in der Debatte um mögliche Staatshilfen für die Rettung des Autobauers zu einem Opel-Gipfel nach Brüssel geladen. An dem Treffen am kommenden Montag sollten alle Wirtschaftsminister der EU-Länder sowie Manager der Opel-Mutter GM teilnehmen, das berichtete die Rheinische Post in der letzten Woche. Ein Sprecher von Verheugen bestätigte den Bericht. Verheugen kündigte eine sorgfältige Prüfung der von mehreren EU-Ländern in Aussicht gestellten Staatshilfen an. Die nordrhein-westfälische Landesregierung rechnet weiter mit einer Beteiligung des Bundes an eventuellen Staatshilfen für Opel.

- pm/gala -

 

Links zum Thema Opel:

Staatshilfen für GM ja oder nein 16. November 2009

Kampf um Opel geht weiter 09. November 2009

Opelaner gehen auf die Barrikaden 05. November 2009

Aus für den Verkauf von Opel 04. November 2009

 

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