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Von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung des Museums war der aus Hamm stammende Kunstsammler Gustav Lübcke. Mit der Übereignung seiner umfangreichen Sammlung an die Stadt Hamm im Jahr 1917 erlangten die Sammlungsbestände des Städtischen Museums überregionales Profil. Schon bald erwiesen sich die Räume in der Windhorstschen Villa als zu klein. Am 8. November 1927 konnten die Museumssammlungen in dem neu errichteten Verwaltungsgebäude der Stadt, im sog. Stadthaus an der Brüderstraße, untergebracht werden. Gustav Lübcke hat dies selbst nicht mehr miterleben können, da er bereits am 29. August 1925 verstorben war. Unter dem Nachfolger Gustav Lübckes, Ludwig Bänfer, der das Museum von 1926 bis 1945 leitete, erfolgte der Ausbau der archäologischen Abteilung.
Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau und die Neueinrichtung der Sammlungen, die nach Teileröffnungen 1949 und 1953 im Oktober 1957 einen vorläufigen Abschluss fand. Unter der jetzigen Museumsleitung begann der gezielte Ausbau der Sammlungen der Kunst nach 1945, wobei ein Schwerpunkt auf der Malerei der Nachkriegszeit (Deutsches Informel) und der Malerei der 80er und 90er Jahre liegt. Ein weiterer Schwerpunkt in der Ankaufspolitik bildet die Ägyptensammlung, für die zwischen 1993 und 1998 herausragende Werke erworben werden konnten.
1989 fand, nach achtjähriger Planung, die Grundlegung des Museumsneubaus statt, der am 25. September 1993 in Anwesenheit des damaligen Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, Johannes Rau, eingeweiht wurde. Der Neubau bietet den Besuchern auf über 4.000 qm eine beeindruckende Sammlungsvielfalt vor abwechslungsreicher architektonischer Kulisse.