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Versteckt im wunderbaren Schlosspark Weitmar liegt ein Baudenkmal, dass in der Geschichte Bochums eine ganz besondere Rolle spielt: das Haus Weitmar. Das ursprüngliche Bauerngehöft wird bereits im 11. Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt. Zusammen mit dem Weitmarer Holz gehörte es zur Abtei Werden und wurde als Lehnsbesitz an Adelsfamilien vergeben.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand aus dem ehemaligen Schultenhof der erste Rittersitz Haus Weitmar. Mehr als 100 Jahre später, im Jahre 1592, erbaute Johann von Hasenkamp auf dem alten Hofplatz ein neues Haus. Die Ruine ist heute im Schlosspark Weitmar zu besichtigen. Nach 300-jährigem Besitz starb 1765 mit dem Tod des letzten, unverheirateten Johann von Hasenkamp dieses Geschlecht in Haus Weitmar aus. Vürübergehend übernahm das Kloster Werden das Schloss. Um 1775 erwarb Friedrich Goswin von Vaerst das Gut und verkaufte den Besitz 1780 an Friedrich von Berswordt-Wallrabe.
Das Gelände ist bis heute im Besitz dieser Familie, die neben dem Schlosspark die Galerie M und seit 1990 die Ausstellung Situation Kunst zu Ehren des bekannten deutschen Kunsthistorikers Max Imdahl führt. Ein weiterer Kulturtipp: Jedes Jahr im Sommer treten Bochumer Schauspielschüler im Schlosspark Weitmar auf. Dann steht traditionell Shakespeare auf dem Programm.