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Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohle-Bergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund und heute einer von acht Museumsstandorten des Westfälischen Industriemuseums, das zugleich hier seinen Sitz hat. Die Zechenanlage ist ein Bestandteil der Route Industriekultur und Ankerpunkt der Europäischen Route Industriekultur (ERIH).
Zollern 2/4 entstand zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche der Vereinigten Stahlwerke und wurde 1934 in die Gelsenkirchener Bergbau-AG umbenannt. 1898 begann man „auf Zollern“ mit den ersten Abteufarbeiten und mit der Errichtung der Tagebauten. Die reguläre Kohleförderung wurde bereits 1902 auf Schacht II aufgenommen. Zeche Zollern 2/4 stellte zu dieser Zeit die Vorzeigezeche der Gelsenkirchener Bergbau AG dar.
Die Zechenanlage gehört unbestritten zu den architektonisch schönsten Bergwerksanlagen des Ruhrgebietes. Der vordere Bereich der Tagesanlagen erinnert an eine dreiflügelige barocke Schlossanlage im Stil des Historismus der Jahrhundertwende. Die Architektur orientiert sich an dem Idealbild der norddeutschen Backsteingotik und entstammt den Entwürfen des Architekten Paul Knobbe (1867–1956).
In den ersten Jahren ihres Betriebs war Zollern 2/4 noch mit einer eigenen Kokerei ausgestattet, die jedoch 1918 aus Kostengründen wieder abgerissen wurde. Als Zeche Zollern 1926 in den Verband der Vereinigten Stahlwerke AG wechselte, befanden sich die Zechen bereits in einer strukturellen Krise und auch Zollern drohte die Stillegung. Das endgültige Aus für Zollern 2/4 kam im Jahre 1966, wobei der Landeskonservator die Maschinenhalle sofort unter Denkmalschutz stellte.
Die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal gehört heute zu den Ikonen der Industriekultur. Der Erhalt des Vorzeige-Baus aus Stahl und Glas 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Heute ist die Zeche Zollern Standort und Zentrale des Westfälischen Industriemuseums.