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Hätten Sie’ s gewusst? Die heutige Großstadt Oberhausen verdankt dem märchenhaften Schloss Oberhausen ihren Namen. Umgeben von der malerischen Landschaft des Kaisergartens findet sich die klassizistische Anlage zwischen den Stadtteilen Sterkrade, Osterfeld und Alt-Oberhausen.
Historisch betrachtet, geht das Schloss Oberhausen wahrscheinlich auf den Rittersitz Overhus (auch Overhuysen, Averhus) aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1443 fiel die schöne Wasserburg an die in klevischem Lehensverbund stehende Familie von der Hoven bis sie 1615 in den Besitz Conrads von Boenen gelangte. Nach der Heirat des Burgherren Friedrich Adolf Freiherr von Boenen zu Berge und Oberhaus mit der Erbtochter Wilhelmine Franziska von Westerholt-Gysenberg, fand sich die Geschichte des Oberhausener Schlosses seit dem 18. Jahrhundert hauptsächlich in den Annalen der gräflichen Familie von Westerholt-Gysenberg wieder.
Zwischen etwa 1804 und 1820/1821 wurde die Schlossanlage nach den Vorstellungen der Familie als gräflicher Wohnsitz erbaut und ausgestaltet, wobei die gräfliche Familie Schloss Oberhausen als Wohnsitz nach 1858 aufgab. Im Jahre 1911 kaufte die Stadt das historische Gebäude und eröffnete 1947 im Herrenhaus die Städtische Galerie. Im Laufe der 50er und 60er Jahre wurden die Wirtschaftsgebäude und das Haupthaus wieder vollständig aufgebaut. Nach einem umfangreichen Umbau in den 90er Jahren wurde die Städtische Galerie als Ludwig Galerie zu einer maßgeblichen Kunstinstitution mit internationalem Format.