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Die Kulturhauptstadt 2010 ist nicht nur ein großes Kulturevent, sie verkörpert auch Städte mit einer großen Kaufkraft. Und da große Kaufkraft auch große Verantwortung mit sich bringt unterstützt die Stadt Dortmund die Initiative „Faire Kulturhauptstadt 2010“. Ziel dieser Initiative ist es, keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu kaufen und zu verwenden. Ein großes Ziel.
Die Stadtverwaltung Dortmund unterstützt die Initiative „Faire Kulturhauptstadt 2010“, mit der Akteure der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit in NRW gegen ausbeuterische Kinderarbeit in aller Welt vorgehen wollen. Ziel ist, dass sich möglichst viele der 53 Städte und Gemeinden der Kulturhauptstadt 2010 verpflichten, ihre Vergabepraxis so zu ändern, dass künftig keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit gekauft werden.
Eine Richtlinie der Europäischen Union zum öffentlichen Beschaffungswesen bestätigt, dass nun auch vergabefremde Kriterien bei öffentlichen Aufträgen berücksichtigt werden sollen. Danach können „die öffentlichen Auftraggeber zusätzliche Bedingungen für die Ausführung des Auftrags vorschreiben, sofern diese mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar sind und in der Bekanntmachung oder in den Verdingungsunterlagen angegeben werden. Die Bedingungen für die Ausführung eines Auftrags können insbesondere soziale und umweltbezogene Aspekte betreffen.“ Am 13. Februar 2009 hat der Bundesrat dem Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts zugestimmt. Dort heißt es nun: „Für die Auftragsausführung können zusätzliche Anforderungen an Auftragnehmer gestellt werden, die insbesondere soziale, umweltbezogene oder innovative Aspekte betreffen, wenn sie im sachlichen Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen und sich aus der Leistungsbeschreibung ergeben.“
Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat daher beschlossen, die an der Kulturhauptstadt 2010 teilnehmenden Städte am 12. Juni 2010, dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit, zu einer feierlichen Unterzeichnung der „Magna Charta“ ins Dortmunder U einzuladen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen gibt es weltweit 100 bis 250 Millionen Kinder unter 15 Jahren, die arbeiten gehen müssen. Sie pflücken Baumwolle und Kaffee, knüpfen Teppiche, fertigen Fußbälle, schuften in Steinbrüchen, stellen Schmuck her oder drehen Zigaretten. Die Stadt Dortmund steht als zweimalige Hauptstadt des Fairen Handels in besonderem Maße in der Verantwortung ihren Teil dazu beizutragen, damit solche Zustände gestoppt werden.
pm/eRe
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