Die Serie ist gerissen. Der BVB kann tatsächlich noch verlieren. Die Oberhausener dagegen nicht mehr gewinnen. Mülheim sichert sich frühzeitig die Meisterschaft und Herne und Dortmund liefern sich auf dem Eis ein heißes Rennen. Der Ruhrgebietssport vom Wochenende.
Fußball
Zwölf Spiele lang hat Borussia Dortmund nicht mehr verloren, nun mussten sie beim VfB Stuttgart den bitteren Geschmack der Niederlage kosten. Mit 4:1 schickte der Ex-Krisenklub aus Schwaben die Borussen nach Hause. Die eine Serie reißt, zwei andere laufen weiter. Der VfB gewann die letzten vier Spiele und der gebürtige Stuttgarter und jetzige BVB-Trainer Jürgen Klopp konnte in fünf Begegnungen nicht einen einzigen Punkt aus dem Schwabenländle entführen. Die Dortmunder verschliefen die erste Halbzeit und gerieten noch dazu durch ein Eigentor von Santana in Rückstand. In der zweiten Halbzeit kämpften die Schwarz-gelben, clevere Stuttgarter aber nutzten ihre Konter eiskalt. Dem Ausgleich durch Barrios folgten drei VfB-Tore, die dazu noch einen Elfmeter verschossen. Ein Borusse hatte am Wochenende dennoch Grund zur Freude. Der Ägypter Mohamed Zidan gewann in Angola den Afrika-Cup.
Der FC Schalke 04 schwimmt weiter auf der Magathschen Erfolgswelle. Ein verdienter 2:0-Erfolg am Samstagabend gegen TSG Hoffenheim hält die Knappen im Titelrennen. Dauertorschütze Kevin Kuranyi sorgte mit einer spektakulären Bogenlampe für das 1:0. Youngster Lukas Schmitz netzte vier Minuten nach der Pause zur Vorentscheidung ein. Die Schalker spielten nicht spektakulär, aber zielstrebig. Die große Show überlassen sie den Starensembles aus München und Leverkusen. Ihre Punkte holen die Knappen schnörkellos und souverän. Das Wettrüsten geht bei den Schalkern indes weiter. Mit dem Schweizer U21-Spieler Mario Gavranovic kommt bereits der neunte Zugang in der Wintertransferphase.
Über das Spiel Hertha BSC Berlin gegen den VfL Bochum gibt es nicht viel zu berichten. Bei eisigen Temperaturen schienen die Spieler beider Vereine festgefroren. Während Bochum mit dem Punkt gut leben kann und jetzt vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz zur Zweiten Liga hat, wird es für die Hertha immer düsterer. Einziger Höhepunkt in einer schleppenden Partie waren mal wieder die grausam-schaurigen purpur Puschellaibchen der Bochumer.
Der Zweitligaspieltag war für die Reviervereine einer zum Vergessen. Im Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli wollte der MSV Duisburg mit einem Sieg wieder voll ins Aufstiegsrennen eingreifen. Spitzenreiter St. Pauli war aber eine Nummer zu groß an diesem Tag. In der ersten Halbzeit spielten die Kiezkicker Katz und Maus mit den Zebras und gingen hochverdient mit 2:0 in Führung. Einzig MSV-Keeper Starke verhinderte einen noch höheren Rückstand. Das Aufbäumen der Duisburger in der zweiten Hälfte kam zu spät.
Rot-Weiß Oberhausen verpasste einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Bei Schlusslicht RW Ahlen unterlag RWO verdient mit 1:0. Auf katastrophalem Spielfeld sorgte folgerichtig eine Standardsituation für die Entscheidung. Oberhausen ist nun schon seit neun Partien ohne dreifachen Punktgewinn und die Abstiegsränge rücken immer näher.
Badminton
Großer Jubel in Mülheim. Bereits zwei Spieltage vor Saisonende holte der 1. BV Mülheim den Titel in der 2. Bundesliga Nord. Ein 6:2 gegen die zweite Mannschaft des BV Gifhorn feierten die Mülheimer und ziehen somit frühzeitig in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga ein. Gegner am 27. und 28. März ist der Meister der Südgruppe, PTSV Rosenheim.
Hallenhockey
Der HTC Uhlenhorst Mülheim wollte es seinem Stadtvetter gleichtun und in Berlin die erste Meisterschaft in der Halle seit 1987 feiern. Doch der Traum endete bereits im Habfinale gegen den Mannheimer HC jäh. Ausgerechnet in der Vorschlußrunde gönnten sich die Uhlen eine Auszeit und lieferten ihre wohl schlechtese Saisonleistung ab. Mit 13:6 ging der HTCU regelrecht unter. Da ist auch kein Trost, dass man am Ende gegen den neuen deutschen Meister ausschied. Mannheim gewann das folgende Finale mit 4:3 gegen den Harvestehuder THC.
Eishockey
Die beiden Ruhrgebietsvereine Herner EV und EHC Dortmund stehen in der Oberliga auf den Plätzen eins und zwei. Die Herner siegten gegen die Starbulls Rosenheim Freitag 4:3 und konnten sich aufgrund ihres Punktepolsters zwei Tage später eine 3:2-Niederlage in Klostersee erlauben. Nicht nur sportlich sieht es in Herne rosig aus. Eine Rückkehr in die Eissporthalle Gysenberg scheint spätestens im März realistisch.
Die Westfalen Elche aus Dortmund lieferten sich ein packendes Spiel mit Bad Tölz und setzten sich am Ende mit 4:3 n. V. durch. Das Heimspiel gegen Bad Nauheim wurde deutlich mit 5:2 gewonnen. Dadurch stehen die Dortmunder acht Punkte hinter dem Rivalen aus Herne.
-sos-
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