Den „Verein für Leibesübungen Bochum 1848 – Fußballgemeinschaft e.V.“ - 1938 gegründet – kennt jeder heute nur unter VfL Bochum.
Der Revierclub mit dem bekanntesten Fan Herbert Grönemeyer galt lange als „graue Maus“ des deutschen Fußballs. Natürlich völlig zu Unrecht, wie nicht nur die regenbogenfarbenen Trikots von einst belegten!
Mehr als Mittelmaß?!
Seit 1971 spielte man in der Fußball-Bundesliga und das im Wortsinne: Man spielte mit, zumeist im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, ohne auch nur einmal nach oben – aber auch eben nicht nach unten! - auszubrechen. Glanz, Glamour, packende Saisonfinals oder erst recht Titel schienen lange Zeit völlig fremd an der Castroper Straße rund um den Arbeiterverein VfL, bei dem man sich zwischen den Plätzen 9 bis 15 häuslich einrichtete.
Auf und nieder - immer wieder!
1993 geschah dann jedoch das Unfassbare: Die selbsterklärten „Unabsteigbaren“ stiegen nach 22 Jahren in die 2. Bundesliga ab. Es begann ein nervenaufreibendes Auf und Nieder, das den VfL Bochum in den Folgejahren zwischen der ersten und zweiten Liga regelrecht pendeln ließ. Völlig ungewohnte Terrain eroberten die Bochumer mit der zwischenzeitllichen UEFA-Cup-Teilnahme 1997, der VfL Bochum und das heimische Ruhrstadion zu einem Begriff im internationalen Fußball werden ließ. 2004/2005 wiederholte sich das europäische Intermezzo.
Doch am „harten Brot“ des Alltags der Bundesliga verschluckte sich Bochum immer wieder. So auch in der letzten Saison, in der man wieder den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten musste. Bekannteste Spielerpersönlichkeiten des VfL Bochum waren zum Beispiel Europameister Stefan Kuntz, Uwe Wegmann oder Dariusz Wosz.
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