Startseite/ Sonniges Familienfest der Superlative: Still-Leben Ruhrschnellweg
Merkliste (0)Ein unfassbares Spektakel durchzog am Sonntag das Ruhrgebiet. Auf seiner Lebensader, der A40, wurde das größte Straßenfest der Welt gefeiert. Rund 3 Millionen Besucher und Einwohner der Metropolregion versammelten sich zu Fuß, auf Inlineskates oder dem Fahrrad, um entweder Teil der 60 Kilometer langen Tafel mit ihren 20.000 Biertischen zu sein, oder auf der Mobilitätsspur richtig Gas zu geben. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die irrwitzigste Idee zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 mit Erfolg gekrönt – Stimmen nach Wiederholung wurden bereits mehrfach laut.
10:00 Uhr am Sonntagmorgen: am Kreuz Duisburg drängen bereits eine Stunde vor dem offiziellen Beginn des Autobahnfestes Still-Leben Ruhrschnellweg Fahrradfahrer, Inlineskater und Fußgänger auf die Öffnung der Autobahnauffahrt. Und siehe da, der Frühstart gelingt, eines skurriles Bild beginnt sich zu formen. Schon nach weniger als zwei Stunden hatte sich die gesamte Autobahn von Duisburg nach Dortmund auf einer Länge von 60 Kilometern mit Menschen gefüllt. An vielen Orten staute es sich bereits, besonders an den Auf- und Abfahrten.
Intensive Planung hat sich ausgezahlt
Bereits seit über einem Jahr lief die Planung für das Event Still-Leben Ruhrschnellweg auf Hochtouren: Sponsoren wurden gesucht, Tischreservierungen für je 25,- Euro wurden in drei Phasen verteilt und selbst eine Generalprobe wurde auf einem Testkilometer der A540 durchgeführt, um für eine optimale Infrastruktur zu sorgen. Und es hat sich gelohnt, wurde daraus doch ein friedliches Miteinander und vielleicht sogar der emotionale Gründungsmoment einer Metropole Ruhr.
Die zahllosen Menschen, die sich rund um die Biertischgarnituren versammelten, gaben ihr Bestes um der Welt zu zeigen, welch kreative Alltagskultur der Ruhrpott zu bieten hat. Ob Firmen, private Gruppen oder soziale oder kulturelle Projekte – alle lieferten sie Untehaltung pur für diejenigen, die sich zum Flanieren auf der Tischspur entschieden hatten. Von Standards wie Geburtstagsfeiern, Tanzeinlagen, Kapellen oder Dichterlesungen reichte das Spektrum sogar über Gummitwist-Contests und Kuss-Sammler, bis hin zu solch ausgefallenen Projekten wie der Brautschau der 100 Bräute aus Duisburg Marxloh.
Von der Lebensader zur guten Seele des Ruhrgebiets
Trotz der großen Menschenansammlungen meldeten Polizei und Feuerwehr keine besonderen Vorkommnisse. Die vielen mobilen Sanitäter, die auf der Strecke mit Fahrrädern unterwegs waren, sahen die meiste Zeit auch eher entspannt aus und selbst als sich die ersten Super-Staus mit bis zu 2 Stunden Wartezeit bildeten, wurde das mit einer großen Gelassenheit hingenommen. Alles in allem war dieses Fest der Superlative eine Demonstration der guten Laune und des Miteinanders.
Weitere Informationen oder Impressionen finden Sie auf www.ruhr2010.still-leben-ruhrschnellweg.de
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