Startseite/ Struktur und Architektur - Das postindustrielle Erbe Oberschlesiens in Dortmund zu besichtigen
Merkliste (0)Nach dem Ruhrgebiet ist das Industriegebiet Oberschlesien in Polen das zweitgrößte Zentrum der Schwerindustrie. Doch auch in Polen beginnt ein Strukturwandel, welcher dafür verantwortlich ist, dass die eindrucksvolle Industriearchitektur nach und nach aus dem Bild der Region verschwindet. In einer Ausstellung des LWL Industriemuseums Zeche Zollern in Dortmund präsentiert der Fotograf Thomas Voßbeck seine großformatigen Fotografien des Kulturerbes Oberschlesiens.
Zechen Kokereien, Hütten und Kraftwerke – diese Aufzählung erinnert sofort an die Architektur des Ruhrgebiets. Doch auch die ehemals preußische, heute polnische Region Oberschlesien ist während seiner Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert mit eben solchen architektonischen Besonderheiten ausgestattet worden. Ebenfalls vom Strukturwandel betroffen ist der zweitgrößte Ballungsraum Polens in einer Situation die von Stellenabbau, dem Abriss zahlreicher Industriegebäude und dem unsicheren Blick in die Zukunft gezeichnet ist.
Thomas Voßbeck fotografierte die Architektur Oberschlesiens
Thomas Voßbeck ist Fotograf der Berliner Gemeinschaft „Europareportage“ und hat sich mit dem Bild Oberschlesiens und besonders mit der Architektur der Region auseinandergesetzt. Die daraus entstandenen 46 Werke werden ab dem 15. November in Großformaten in der „Galerie Industriearbeit“ auf der Zeche Zollern im Westen Dortmunds ausgestellt.
Zu sehen sind Motive die den Ruhrgebietlern sehr vertraut vorkommen werden. Zum Beispiel erinnert die Elektrofördermaschine der Zeche Wieczorek in Kattowitz (Katowice) sehr an das Pendant auf der Zeche Zollern. Weiterhin sind auch die Architekten der Industrieanlagen in beiden Regionen oft die selben gewesen. Ganz im Stil der neuen Sachlichkeit wurde sowohl die Odertal Kokerei wie auch die Zeche Zollverein von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer entworfen.
Eröffnung am 14. November
Die Ausstellung „Struktur und Architektur – Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens“ setzt dem industriellen Erbe ein künstlerisches Denkmal. Eröffnet wird die Schau des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am Sonntag den 14. November, um 11 Uhr und ist bis zum 1. Mai 2011 zu besichtigen. "Wir freuen uns, dass wir mit dieser Ausstellung unsere deutsch-polnische Kooperation fortsetzen können", erklärte Dr. Thomas Parent, stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums und bezieht sich dabei auf die Fotoausstellung „Montanrevier“ des Industriemuseums, welche momentan in der Akademie der Künste in Kattowitz gezeigt wird.
Mehr Informationen finden Sie auf den Internetseiten des LWL
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