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Terrorgefahr auch im Ruhrgebiet?

Terrorgefahr auch im Ruhrgebiet?

 
Ruhrgebiet , Do. 18.11.2010, Autor: voßnacke
 

Wie bedrohlich und akut die Lage in Sachen Terrorgefahr in Deutschland wirklich ist, können wohl nur die Wenigsten abschätzen. Doch spätestens die ebenso eindringlichen wie konkreten Warnungen des Bundesinnenministers lassen aufhorchen: Könnte auch das Ruhrgebiet in den nächsten Wochen Ziel potenzieller Anschläge werden? Die Beunruhigung in der Bevölkerung ist groß.

Bundespolizisten mit Maschinenpistolen an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn, massive Poliziepräsenz in brisanten Gefahrenstellen – an dieses Bild müssen sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen schon länger,und erneut in diesen Tagen, gewöhnen.

Doch müssen nun auch die Sicherheitsvorkehrungen an den großen Hauptbahnhöfen in NRW und im Ruhrgebiet erhöht werden? Können die Menschen im Revier bald nicht mehr ruhig und gelassen in den großen Einkaufszentren in Oberhausen, Essen oder Dortmund flanieren? Zur Beruhigung: Ganz soweit ist es noch nicht!

Könnte das Ruhrgebiet zum Brennpunkt werden? Keine konkreten Hinweise!

Doch es gibt keine Zweifel: Wenn Millionenstädte wie Berlin, München und Hamburg im Fokus islamistischer Terroristen stehen, dann womöglich auch der Ballungsraum der Metropole Ruhr. Sogenannte „weiche Ziele“ - Räume, in denen es zu schwer kontrollierbaren massenhaften Menschenansammlungen kommt, wie eben in Shopping-Malls oder an Bahnhöfen – gibt es hier genug. Den Großraum Ruhrgebiet als potenzielle Gefahrenzone nannte erstmals heute der rheinland-pfälzische Innenminister Peter Bruch ganz explizit.

NRW-Innenminister Ralf Jäger hingegen fordert die Bürger zwar zur Wachsamkeit auf, warnt aber vor Panikmache. „Wir haben keine konkreten Hinweise auf Anschläge in NRW.“ Damit schlägt er in die gleiche Kerbe wie der Bundesinnenminister de Maizière, der es so ausdrückte: „Es gibt Grund zur Sorge, aber nicht zur Hysterie“.

Das Ruhrgebiet blieb bisher von Anschlägen verschont, doch Terrorspuren führten schon mehr als einnmal ins Revier: Einer der Terroristen vom 11. September 2001 lebte vorübergehend in Bochum. In Essen hob man damals die Terrorzelle „Al Tahwid“ aus und eine der Regional-Express-Kofferbomben fand sich 2006 im Dortmunder Hauptbahnhof, weiß die BILD-Zeitung zu berichten.

Bundesliga: Erhöhte Sicherheitsstufe auch in den Fußballstadien des Reviers

Selbst die Deutsche-Fußball-Liga DFL hält ab sofort engen Kontakt zum Innenministerium, um die Gefährdungslage mit Blick auf die Bundesliga zu analysieren. "Die Klubs sind bei allen Spielen vor und während der Begegnung im engen Dialog mit den lokalen Sicherheitsbehörden, sodass auf entsprechende Entwicklungen umgehend eingegangen werden kann“, sagte DFL-Sprecher Christian Pfennig auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes SID. Schalke, Bochum, Duisburg und Oberhausen haben an diesem Wochenende Heimspiele.

-tv-

 

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