Startseite/ Tolle Bilanzen: Zeche Zollverein und LWL-Museen trumpften im Kulturhauptstadtjahr auf
Merkliste (0)Das neue Jahr ist da – höchste Zeit also für abschließende Bilanzen des vergangenen (Kulturhauptstadt-) Jahres. Während sich über die langfristigen Wirkungen von RUHR.2010 auf die hiesigen Kulturstätten trefflich streiten lässt, gibt es eine „Währung“, die niemals lügt: Besucherzahlen! Und die lassen sich 2010 wahrlich sehen, auch wenn sich das im Kulturhauptstadtjahr natürlich so gehört.
Zum beliebtesten Anlaufpunkt für Neugierige aus aller Welt – aber auch aus allen Ecken des Reviers – avancierte fraglos das Welterbe auf Zeche Zollverein, das wohl in den Augen von Nah und Fern zum Sinnbild schlechthin für den Wandel des Ruhrgebiets taugt.
Rund 2,21 Million Besucher haben bis Jahresende 2010 die Attraktionen und Einrichtungen auf dem Zollverein genutzt. „Dass die Besucherzahlen im Kulturhauptstadtjahr anziehen, war vorauszusehen. Diese Steigerung, die mehr als eine Verdoppelung darstellt, freut uns jedoch sehr“, zieht Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, ein rundum zufriedenes Fazit.
Ruhrmuseum und Eröfnnungsfeier auf Zollverein taten ein Übriges...
Die Zahl der Zollverein-Besucher wächst damit seit Jahren kontinuierlich. Im Jahre 2008 wurden noch 840.000 Besucher gezählt, in 2009 wurde dann das erste Mal die Grenze von einer Million Besucher geknackt. Für den Boom in 2010 sorgte natürlich die Eröffnung des neuen Ruhr-Museums in der ehemaligen Kohlenwäsche und die spektakuläre Eröffnungsfeier der RUHR.2010, die sogleich alle Blicke auf sich zog.
Aber auch Führungen waren diesmal so beliebt wie nie – so sehr, dass man kaum hinterher kam und mehr als einmal „Ausgebucht“ vermelden musste.
Zollverein stellt (fast) alles in den Schatten
Etwas im Schatten des Identifikationssymbols Zollverein standen damit natürlich andere Kulturzentren, die es ebenso verdient hätten, noch mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu gelangen.
LWL-Museen von Dortmund bis Witten begeisterten mit „Helden“-Ausstellungen und „AufRuhr1225“
Dass dies trotzdem möglich ist, beweisen die insgesamt 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, die mit herausragenden Ausstellungen mehr als ein Ass im Ärmel hatten – und insgesamt 1,3 Millionen Gäste anlockten.
Einen neuen Rekord verzeichnete dabei das LWL-Museum für Archäologie in Herne, das seinen Besucherschnitt fast vervierfachte: Allein 166.000 Menschen wollten die Sonderausstellung „AufRuhr1225!“ sehen. Auch die „Helden“-Ausstellungen in der Henrichshütte Hattingen, der Zeche Zollern in Dortmund sowie der Wittener Zeche Nachtigall zogen ungeahnt.
Zahlen über Zahlen also, von denen mancher im Revier hoffen mag, dass sie nicht allein im Kulturhauptstadtjahr „machbar“ sind. Doch dazu bleibt viel zu tun...
-tv-
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