Für 2010 wird der Gasometer in eine Begegnungsstätte verwandelt. Eine Ausstellung und ausreichend Platz für Gebete und Gespräche sollen geschaffen werden. Sollte das Konzept aufgehen, wird es nach Istanbul exportiert.
(ots/sw) Oberhausen wird zum Treffpunkt der Weltreligionen. Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2010 ist für den Gasometer eine große Ausstellung geplant. Außerdem soll der ehemalige Gasspeicher ein Zentrum für Gespräche und Gebete sein. Wie die Rheinische Post berichtet, schwebt den Initiatoren "ein großer Wurf, eine Begegnung auf allerhöchster Ebene“ vor.
Der Vorsitzende der "Ruhr 2010 GmbH", Fritz Pleitgen, sagte, man werde den Papst gewiss nicht ausladen, wenn dieser kommen möchte. Zugesagt hätten bereits die christlichen Kirchen sowie die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, die auch dem Kuratorium beitreten werde. Auch die muslimischen Gemeinden seien eingeladen mitzutun.
Pläne für Istanbul
Pleitgen schwebt vor, dieses Treffen der Weltreligionen ein Jahr später in der Hagia Sophia in Istanbul zu wiederholen. Deshalb soll der Gasometer während des Religionstreffens mit den Umrissen dieses Bauwerks angestrahlt werden. Die Hagia Sophia war einst eine der bedeutendsten Kirchen der orthodoxen Christenheit. Im 15. Jahrhundert wurde sie von den Türken in eine Moschee umgewandelt. Heute dient sie als Museum. Pleitgen deutete an, dass nach Istanbul Neu Delhi Gastgeber für ein weiteres Treffen dieser Art sein könnte.
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