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Fußball-Bundesliga: Triumph des BVB – Ernüchterung der (restlichen) Liga

Triumph des BVB, Fehlstart für Schalke. MSV und Bochum trumpfen auf.

 
Ruhrgebiet , Mo. 17.01.2011, Autor: voßnacke
 

Der Rückrunden-Start hätte für Borussia Dortmund nicht besser laufen können: Beim 3:1 in Leverkusen dem wohl ärgsten Konkurrenten eine Lektion erteilt, patzten auch noch die möglichen Rivalen um den Titel. Schalke 04 legte indes einen waschechten Fehlstart hin. Die Zweitliga-Clubs aus Duisburg und Bochum unterstreichen ihre Ausftiegsambitionen.

BVB: Demonstration der Stärke

Wie wird der Herbstmeister aus der Winterpause kommen? Kommt es zum Einbruch oder kann der BVB an die meisterliche Form der Hinrunde anknüpfen? Ja, er kann! Eine Demonstration der Stärke, nicht mehr und nicht weniger war der schwarz-gelbe Triumph gegen Bayer Leverkusen – der BVB bleibt auch nach dem Jahreswechsel das Maß aller Dinge in Fußball-Deutschland.

Selbst das Fehlen von zwei Säulen – Regisseur Shinji Kagawa und Stürmerstar Lucas Barrios, der erst eingwechselt wurde – steckte Jürgen Klopps Team besser weg, als es jeder erwartet hätte. In einem intensiven Spiel war es Kevin Großkreutz, der erst mit einem sehensweten Doppelpack für die 2:0 Führung nach der Pause sorgte, ehe er den dritten Treffer auch noch vorbereitete. Drei Tore in sechs Minuten – welch ein wirbelnder BVB.

Die drei Punkte gegen die Werkself könnten sich wahrlich als Big Points auf dem Weg zum Titel erweisen, zumal die Verfolger – Bayern, Mainz und natürlich Leverkusen – weiter an Boden verloren Jetzt hat der BVB 12 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Wichtiger aber noch ist das demoralisierende Signal an die Konkurrenz: Wir sind weiter da! Und: „Wir können uns nur noch selbst schlagen“, wie es Neven Subotic – wohl treffend – auf den Punkt brachte.

Rückschlag statt Aufbruch bei Schalke 04

Die Mission war klar: Aufholjagd! - und alles besser machen, als zum Saisonstart im letzten Jahr. Jetzt werden bei Schalke 04 böse Erinnerungen wach: Auch der Rückrundenbeginn geriet zum Fiasko. Die unglückliche 0:1-Pleite gegen den Hamburger SV legte den Finger in die Wunden der Königsblauen: In der Defensive fehlte es zur Abwechslung mal wieder an Abstimmung und im Angriff fehlten die spielerischen Mittel samt Durchschlagskraft. Dabei begann Schalke stürmisch, erspielte sich zu Beginn gleich einige Chancen, doch auch der HSV kam immer wieder gefährlich vor's Schalker Tor – bei ihm wirkten die Aktionen jedoch weit durchdachter, der Spielaufbau strukturierter.

Der Gegentreffer nach der Pause brach Schalke dann das Genick. Reaktion – Fehlanzeige! Stattdessen eine schon überwunden geglaubte Verunsicherung. Erst in der Schlussphase machte Schalke noch einmal Dampf nach vorne: Schmitz und Pander vergaben jedoch ihre Möglichkeiten.

Rückschlag also statt Aufbruch zu neuen Ufer: 2Die Niederlage war ein kleiner Nackenschlag für uns, aber wir dürfen nun nicht den Fehler machen, den Kopf in den Sand zu stecken wie zu Beginn der Hinrunde“, gibt Benedikt Höwedes die Parole aus.

2. Bundesliga: MSV setzt Ausrufezeichen

Der MSV Duisburg setzt mit dem überzeugenden 4:1 gegen VfL Osnabrück ein Ausrufezeichen zum Rückrundenauftakt – und untermauert eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen. Von Anfang an übernahmen die Zebras in der heimischen Arena das Zepter und erspielten sich bereits nach 5 Minuten die Führung durch Trojan.

Dass das Spiel aber kein Selbstläufer werden würde, zeigte sich wenig später: Der Aufsteiger aus Osnabrück steckte nicht auf und nutzte eine Duisburger Unaufmerksamkeit zum überraschenden Ausgleich. Doch das ließ der MSV nicht auf sich sitzen: Ein Doppelschlag innerhalb von sieben Minuten bereitete den Gästen den Garaus: Maierhofer und Yilmaz netzten ein, Sahan setzte in der Schlussphase den Schlusspunkt zum 4:1. Belohnung: Tabellenplatz 2!

VfL schielt weiter nach oben

Auch der VfL Bochum darf noch einmal Richtung Aufstieg schielen: Das 3:1 auswärts gegen 1860 München markierte bereits den 5. Sieg in Folge. Die positive Entwicklung, die sich zum Ende der Hinrunde schon andeutete, scheint sich also fortzusetzen.

Der entscheidende Knackpunkt war das als Notbremse gewertete Foul des Löwen Verteidigers Bülow im Strafraum: Rote Karte gegen 1860, Elfmeter für den VfL, den Dedic eiskalt verwandelte.Doch statt in der zweiten Halbzeit die Überzahl konsequent auszunutzen, ließ die Friedhelm Funkel erst beste Chancen aus – und dann Gegner auch noch den Ausgleichstreffer erzielen. Ein Weckruf zur rechten Zeit, dem zwei Tore folgten. Der VfL ist in der Spur..

Montagabend folgt noch das Spiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen Hertha BSC Berlin.

-tv-
 

 

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