Startseite/ Umweltzonen im Revier: Luftqualität leicht verbessert – aber längst nicht genug!
Merkliste (0)Gute Nachrichten für das Revier: Die Ruhrgebietler können wieder befreiter durchatmen – zumindest ein klein wenig! Dank der vor zwei Jahren eingerichteten Umweltzonen reduzierte sich die Feinstaubbelastung um durchschnittlich zwei Mikrogramm pro Kubikmeter Luft; an 19 Tagen weniger wurden die zulässigen Grenzwerte überschritten. Nicht viel, aber immerhin. Genau deshalb aber könnte dies nur der Anfang sein. Noch mehr muss sich tun, wie NRW-Umweltminister Johannes Remmel gestern resümierte.
Rot, Gelb, Grün – auf das bekannte Farbenspiel treffen Autofahrer seit August 2008 nicht mehr nur bei Verkehrsampeln, sondern auch bei ihren Umweltplaketten. Wer die rote oder gelbe Umweltplaketten an seiner Windschutzscheibe führen muss und sein Fahrzeug damit als „Rußschleuder“ outet, hat es seitdem schwer, in Innenstädte oder andere Verkehrgebiete zu fahren, die als Umweltzone markiert sind.
Auf Druck der EU galt es seinerzeit – und gilt es immer noch –, die Luftqualität signifikant zu verbessern, gerade in einem Ballungsraum, wie dem Ruhrgebiet.Mit Erfolg, wie ein Zwischenfazit des NRW-Umweltministers gestern konstatierte. Zumindest einem kleinen! Die Feinstaubbelastung in den vor zwei Jahren eingerichteten Umweltzonen des Reviers ist 2009 im Vergleich zu 2007 zurückgegangen.
Essen, Dortmund und Duisburg immer noch Sorgenkinder. Auch Stickstoffdioxid macht Probleme
Trotz dieser Fortschritte bei der Luftreinhaltung habe man zum Beispiel in den Revierkommunen Essen, Dortmund und Duisburg die Grenzwerte an mehr als 35 Tagen überschritten. Auch die gestiegene Belastung durch Stickstoffdioxid stelle ein gewichtiges Problem dar.
Umweltzonen - Weiteres Handeln unabdingbar
Grund genug, den beschrittenen Weg weiterzugehen – und deutlich auszubauen! „Die Politik ist in der Pflicht, weitere Handlungsmaßnahmen zu ergreifen“, betont auch Umweltminister Remmel. Nicht zuletzt drohen sonst empfindliche Sanktionen seitens der EU.
Luftreinhalteplan 2011 thematisiert auch flächendeckende „Umweltzone Ruhrgebiet“
Derzeit arbeite man fieberhaft und im Dialog mit Kommunen, Wirtschaftsverbänden und Umweltorganisationen an einem neuen Luftreinhalteplan 2011 für das Ruhrgebiet. Darin werde auch die Frage nach einer großen zusammenhängenden Umweltzone im Revier eine Rolle spielen. Bisher bestehen neun verschieden große Umweltzonen zwischen Duisburg und Dortmund – ein recht unübersichtlicher Flickenteppich! Das soll sich ändern.
Alles, damit die „dicke Luft“ im Revier bald ein Ende hat...
-tv-
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