(pk/sw) Die Landräte der 31 nordrhein-westfälischen Kreise begrüßten das entschlossene Handeln von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Finanzmarktkrise. Nachhaltig hervorzuheben sei die stabilisierende Rolle der kommunal getragenen und regional verwurzelten Sparkassen, erklärten sie bei der diesjährigen Landkreisversammlung. „Die Sparkassen tragen wesentlich dazu bei, den negativen Auswirkungen der Finanzkrise entgegenzutreten“, hieß es am 29. Oktober aus dem Kreishaus in Unna.
Die Landräte wiesen zudem darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Konjunkturabkühlung mit sinkenden kommunalen Steuereinnahmen zu rechnen sei. Diese würden die kommunalen Finanzen angesichts der weiterhin steigenden Ausgabenbelastung – insbesondere im sozialen Bereich – doppelt treffen.
Appell an die Düsseldorf
Deshalb riefen die Landräte, allen voran Michael Makiolla aus dem Kreis Unna, die Landesregierung auf, die Kreise bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. „Die Überprüfung des kommunalen Finanzausgleichs in Nordrhein-Westfalen sollte unter umfassender Berücksichtigung der Entwicklungen in den anderen Bundesländern erfolgen und hier der besonderen Rolle der Kreise als Träger umfangreicher Aufgaben vor allem im Sozialbereich Rechnung tragen“, hieß es auf der Versammlung.
Landrat Michael Makiolla wies darauf hin, dass insbesondere die Finanzaussstattung der Kreise mit hoher Arbeitslosigkeit unzureichend sei. Er forderte die Landesregierung auf, diese Kreise mit höheren Zuwendungen zu versehen.
Mehr Informationen zu dem Thema gibt es
hier.