Startseite/ Das Unprojekte-Festival eröffnete mit buntem Sommerfest
Merkliste (0)Während andere noch über die Auswahl der Projekte der RUHR.2010 meckerten und dem Ganzen elitäre Hochkultur-Förderung vorwarfen, packten vier Menschen aus dem kreativwirtschaftlichen Umfeld Essens die Gelegenheit beim Schopfe und gründeten den Verein Unprojekte e.V., zur Verbreitung der von der Kulturhaupstadt-Verwaltung abgelehnten Projekte und anderer guter Ideen. Ein erstes sichtbares Ergebnis des monatelangen Engagements der Unprojektler ist ab Samstag in der Essener Innenstadt zu sehen – Beim Unprojekte Festivals rund um den Kopstadtplatz.
Lange bevor das Kulturhaupstadtjahr RUHR.2010 begann rauchten allerorts im Ruhrgebiet die kreativen Köpfe, welche es sich nicht nehmen lassen wollten, Teil des Jahresprogramms zu werden. Eine Vielzahl der eingereichten Konzepte konnten integriert werden, jedoch wurde der Großteil abgelehnt, aus Platz- oder Relevanzmangel oder auch aus völlig unerfindlichen Gründen. Das ist traurig, gedenkt man der vielen Ideen, die nun völlig im Raum stehen gelassen wurden.
Das dachten sich auch die Gründer des Vereins Unprojekte e.V., die Agentur „Gathmann, Michaelis und Freunde“ und die Szene-Bar „Banditen wie wir“ und entwarfen ein Konzept zur Verbreitung eben jener Ideen. Auf www.unprojekte2010.de konnten seit dem letzten Jahr jegliche Projektvorschläge, Ideenskizzen und Künstlerportfolios hochgeladen werden, um sich der breiten Masse zu zeigen, Sponsoren zu gewinnen und sich einem User-Voting zu stellen. Mit glänzendem Erfolg wurde das Portal genutzt und viele Einsendungen wurden bereits in die Realität umgesetzt.
Die geballte kulturelle Kraft der Metropole Ruhr
Den Machern geht es vor allem darum, eine Nachhaltig- und Vielfältigkeit zu schaffen. „Unser Verein bringt die geballte kulturelle Kreativkraft der Metropole Ruhr ans Licht“ heißt es auf der Internetseite. Kultur ist mehr als die RUHR.2010. Kultur hat unzählige Gesichter. Und vor allem ist Kultur das, was im Dialog mit den Menschen entsteht und nicht nur, was ihnen vorgesetzt wird.
Am Samstag wurden die Unprojekte zum ersten Mal „sichtbar“. Einen ganzen Monat lang präsentieren sich vom 14. August bis zum 12. September die auf der Internet-Plattform vorgestellten Ideen – zum anschauen, anfassen und erleben. Auftakt des Unprojekte-Festivals war das Sommerfest auf und um den Kopstadtplatz in der Essener City herum. Das dort bereits etablierte Forum für Kunst und Architektur, wie auch viele vom Leerstand befallene Ladenlokale bildeten die Ausstellungsfläche, die Straße, der Platz und auch die Kopstadtpassage Raum für ein vielfältiges Rahmenprogramm.
Mit musikalischen Besonderheiten, Loungeatmosphäre, die Raum für Kommunikation und Interaktion boten und natürlich den Top-Ten-Unprojekten des User-Votings war das Unprojekte Sommerfest ein voller Erfolg.
Auf dem Programm standen neben Infoständen zu den jeweiligen Unprojekten, eine Modenschau des Labels „Aschenpüttel“, Lesungen, diverse Konzerte unter anderem vom Projekt Echtzeitmusik und Familie Staub, Theater, Filmclips, Skribble Gebibble Kreativecke und viele weitere kulturelle Angebote.
Im weiteren Verlauf des Festivals steht nahezu täglich ein anderes Event auf dem Plan. Auch hier sind es Konzerte, Ausstellungen, Präsentationen und Performances, welche die Vielfalt der Unprojekte abbilden.
Mehr Infos wie einem genauen Programmplan des Sommerfestes wie auch des gesamten Festivals gibt es auf www.unprojekte2010.de
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