Nachdem bereits am Sonntag der entflohene Sträfling Michael Heckhoff in Mülheim gestellt wurde, konnte heute Morgen die Polizei auch seinen Komplizen Peter Paul Michalski in Schermbeck nahe der holländischen Grenze dingfest machen. Das Netz um ihn hatte sich immer weiter zugezogen.
Fast fünf Tage dauerte die aufsehenerregende Flucht der beiden Schwerverbrecher an, die am Donnerstagabend aus der JVA Aachen mit Hilfe eines Justizvollzugsbeamten entkommen konnten. Ihre Spur zog sich dabei quer durch das Ruhrgebiet. Mittels mehrerer Geiselnahmen, bei denen aber niemand zu Schaden kam, bahnten sie sich den Fluchtweg.
Untersuchung: Wie war die Flucht möglich?
Unterdessen beginnt die Diskussion, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass der Ausbruch von Heckhoff und Michalski aus der JVA so reibungslos verlief. Der JVA-Bedienstete, der den beiden Komplizen zur Flucht verhalf und sie sogar mit zwei geladenen Schusswaffen ausstattete, sitzt mittlerweile in U-Haft.
Dennoch ist unklar, wie trotz Kameraüberwachung und Sicherheitsabfragen die lebenslang Inhaftierten entkommen konnten. NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter steht dabei im Fokus. Sie muss nun die Zustände in der JVA gründlich überprüfen und Stellung beziehen. Der gesamte Fluchtvorgang soll dabei untersucht und rekonstruiert werden.
-tv-
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