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Bahn-Projekte im Ruhrgebiet ade?

Verkehrsetat des Bundes lässt kaum Spielraum

 
Wirtschaft und Politik , Ruhrgebiet , Do. 28.01.2010, Autor: voßnacke
 

Ambitionierte Vorhaben der Bahn gibt es gerade im Revier seit Jahren zuhauf – nur umgesetzt wurden bisher keine der hochfliegenden Pläne rund um neue Strecken und verbesserte Anbindungen in einem der größten Ballungszentren Europas. Nun scheint es, dass alle Bahnstrecken-Projekte im Ruhrgebiet erst einmal auf die „lange Bank“ geschoben werden.

© Deutsche Bahn AG
© Deutsche Bahn AG
 

Nach dem Ende aller Illusionen hinsichtlich des Metrorapids zwischen Dortmund und Düsseldorf sollte der sogenannte Rhein-Ruhr-Express, kurz RRX, ab 2015 das neue Vorzeigeobjekt der Bahn in NRW werden. Als innovatives Vorhaben mit überregionaler Bedeutung beruht die Finanzierung des notwendigen Ausbaus von Strecken und Bahnhöfen für den RRX im Wesentlichen auf Bundesmitteln. Doch – laut Informationen der WAZ – sind eben diese Mittel im Verkehrsetat der kommenden Jahre für andere Prestigeobjekte verplant.

Großprojekte, wie der neue Stuttgarter Haupbahnhof oder eine ICE-Stecke durch Thüringen, nehmen derzeit die Top-Positionen auf der Agenda der Bahn und des Bundesverkehrministeriums ein. Geld für die Ruhrregion ist somit nicht mehr da – zumal der geplante RRX mit 2,6 Milliarden Euro auch fast doppelt soviel Geld verschlingen würde, wie ursprünglich gedacht. Damit geriete zudem der Umbau des Dortmunder Hauptbahnhofes ins Wanken, der nach Bahn-Angaben immer in Kombination mit der RRX-Trasse gedacht war.

Aber auch weiteren Revierprojekten droht demnach vorerst das Aus: Die Güterstrecke vom niederländischen Antwerpen ins Revier – der sogenannte „Eiserne Rhein“ – und auch der Ausbau der Linien Lünen-Münster und Hagen-Gießen seien in den nächsten Jahren kaum mehr realisierbar. Eine früheste Umsetzung erst bis zum Jahr 2025 steht sogar im Raum.

Sollten diese Planungen der Bahn und des Verkehrsministeriums stimmen, wäre dies ein herber Schlag für das Ruhrgebiet, seine fast 6 Millionen Einwohner und seine Bedeutung als wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

-tv-

 

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