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Mörderischer Spaß: Krimifestival „Mord am Hellweg“ geht in die Halbzeit

Vier von acht Wochen des Krimifestivals im Ruhrgebiet sind vorüber

 
Ruhrgebiet , Di. 19.10.2010, Autor: voßnacke
 

Seit vier Wochen halten Mord, Totschlag und Verbrechen das Ruhrgebiet in Atem. Jedoch rein fiktional. Denn „Mord am Hellweg“, das größte internationale Krimifestival, erweckt blutrünstige Mörder ebenso wie pfiffige Detektive und charismatische Kommissare aus der Literatur zum Leben. Jetzt ist die Hälfte des üppigen Programms – mit im Jahr 2010 ingesamt rund 240 Veranstaltungen, 600 Künstlern und 400 Lesungen – vorüber. Eine „Beweisaufnahme“...

Alle Indizien sprechen eine eindeutige Sprache: Das Krimifestival ist auch im Kulturhauptstadtjahr ein voller Erfolg!

Seit der furiosen Auftaktgala „Circus Criminale“ im Zirkus Travados in Unna vor 550 Besuchern, ist ein regelrechter Run auf Veranstaltungs-Tickets losgebrochen, welcher sich anschickt, alle bisherigen Rekorde zu brechen. Zur Halbzeit wurden über 12.000 Besucher gezählt und 6.000 Anthologien verkauft.

RUHR.2010 als Motor auch für mörderisches Krimifestival

Die Motive, sprich Gründe, für den überwältigenden Erfolg liegen dabei auf der Hand: Die Einbettung des Festivals als Kulturhauptstadt-Projekt von RUHR.2010 ist die eine Sache, die Ausweitung nach Westen unter Einbeziehung der Städte Duisburg, Essen, Gelsenkirchen oder Bochum eine andere. Auch natürlich das internationale Star-Aufgebot aus insgesamt 33 Ländern – mit Solo-Veranstaltungen unter anderem von Simon Beckett, Karen Slaughter, Joy Fielding oder Arne Dahl – steht in dringendem Verdacht, die Massen anzuziehen.

Ungewöhnliche Tatorte bei "Mord am Hellweg" locken zusätzlich

Tatorte der Lesungen und Events waren bisher vor allem auch ungewöhnliche Schauplätze, die einen weiteren besonderen Reiz ausüben, wie in der Justizvollzugsanstalt Werl, in einem Kinderheim oder einem alten Wasserwerk.

Die detaillierte Obduktion des bisherigen Kartenverkaufes zeigt auch, dass das Publikum nicht nur aus der veranstaltenden Kulturraum, dem Ruhrgebiet,kommt, sondern auch aus den benachbarten Regionen wie dem Münsterland, dem Sauerland oder Ostwestfalen-Lippe. Selbst aus Köln, Frankfurt/Main, Hamburg, Bremen oder Berlin pilgern die Menschen an den Hellweg.

Noch vier Wochen im Zeichen von Mord und Verbrechen

Die Serie der Verbrechen geht in den kommenden vier Wochen weiter: Es folgen noch große internationale und nationale Nächte, etwa im Hagener Kunstquartier, im Gelsenkirchener ZOOM oder in der Warsteiner Brauerei. Rund weitere 12.000 Besucher werden erwartet.

Fazit: Nachahmung schwer empfohlen – ein Besuch lohnt sich!

-tv-
 

 

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