Die Arbeiten am Werkschwimmbad nähern sich dem Ende, so dass es pünktlich zur Extraschicht (27.06.2009) wieder eröffnet wird. Dann heißt es wieder: Handtuch und Badehose bzw. Badeanzug einpacken und ab ins kühle Nass. Sonnen, Schwimmen und Abtauchen – dieser Dreiklang wird in den nächsten Wochen ebenso zur Kokerei gehören wie Kohle, Koks, Kultur.
Bis dahin war es wieder ein weiter Weg: In zahlreichen Stunden haben die Handwerker der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sechs Wochen lang an dem Werkschwimmbad gearbeitet, da es aus statischen Gründen an der
Zeit war, die Traghölzer auszutauschen. Daher haben sie zunächst die alte Konstruktion demontiert und neue Traghölzer angebracht und ausgerichtet. Zudem wurde die Liegefläche rund um das Becken erneuert. Dies alles natürlich nach dem
Originalvorbild. Bei dem Werkschwimmbad handelt es sich nicht einfach um irgendeinen Pool, sondern um ein Kunstwerk. Im Jahr 2001 wurde das Schwimmbad im Rahmen des Kunstprojekts „Zeitgenössische Kunst und Kritik“ von den beiden
Frankfurter Künstlern Dirk Paschke und Daniel Milohnic geschaffen und ist seitdem fester Bestandteil des Sommerprogramms auf der Kokerei. Zwei Überseecontainer wurden aneinandergeschweißt und werden nun als Schwimmbecken neu genutzt,
wodurch der Strukturwandel im Ruhrgebiet thematisiert wird.
Damit Besucher entspannt schwimmen und abtauchen können, wird noch ein Bademeister bzw. eine Bademeisterin gesucht. Weitere Informationen unter: Tel. 0231-931122-0 oder mancuso@stiftung-industriedenkmal.de
Eröffnung: Extraschicht: 27.06.2009, um 18 Uhr (nur mit Extraschicht-Ticket)
Arendahlswiese
45141 Essen
Öffnungszeiten: vom 28.06 bis 16. 08. 2009, täglich (wetterabhängig) von 12 bis 20 Uhr Der Eintritt ist frei.
(Bild: Schmilgus)
pm/eRe