Der Streckenabschnitt des RuhrtalRadweg um Wetter gehört laut Zertifizierungsbericht des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs zu den schönsten. Und damit das auch so bleibt oder sogar noch besser wird hat der Stadtbetrieb in Kooperation mit der Arbeitsagentur eine Servicekraft eingestellt. Volker Specht fährt wochentags und samstags auf dem Rad die Strecke ab, entfernt Müll, schneidet Äste zurück oder meldet größere Schäden schnell dem Stadtbetrieb.
Daneben arbeitet der Stadtbetrieb einen umfassenden Pflegeplan ab. Dazu zählen die tägliche Leerung der Papierkörbe und der wöchentliche Einsatz der Kehrmaschine zum Beispiel im Bereich Seeplatz ebenso wie die Ausbesserung des Wegebelags oder die Reparatur von Bänken. „Wir möchten das Erscheinungsbild der Stadt am Radweg verbessern“, erläutert Bürgermeister Frank Hasenberg.
Dazu zählt auch, dass seit wenigen Tagen die Informationsportale am Radweg angebracht sind. Auf den großen Schildern ist neben einem Stadtplan eine kurze Stadtinformation sowie ein Gastronomie- und Übernachtungsverzeichnis dargestellt, aber auch die Adresse der nächsten Fahrradreparaturwerkstatt. Am neuen Radsteg an der Overwegbrücke sowie in Wengern an der Wittener Straße empfangen die Schilder die Radler bereits. Ein drittes wird nach Ende der Umbauarbeiten am zentralen Seeplatz aufgestellt.
Vor wenigen Wochen wurden die landesweiten Radwegenetz-Schilder mit „Fernzielen“ (z.B. Herdecke, Witten) und Sehenswürdigkeiten wie Dorfkern Wengern, Ruhrtalbahn, Harkortberg, oder Burgruine Volmarstein sowie die Streckenschleife durch die Ruhrauen Volmarstein in Richtung Vorhalle beschildert. Der Radler sieht auf den Schildern mit roter Schrift auf weißem Grund, wie weit es noch zum Harkortsee oder in die nächste Stadt ist. Der städtische Fachdienst Umwelt und Verkehr hat außerdem eine Streckenschleife vom RuhrtalRadweg in Höhe Harkortsee über Rathaus, Freiheit, Königstraße bis zum Bahnhof beschildert. Mit der Wegeführung kann man eine kleine Runde durch den Ort drehen und landet wieder am RuhrtalRadweg, am zentralen Bahnhof, wo sich die Radtour auch bestens an die Lenneroute anknüpfen lässt.
Das Hauptaugenmerk der Rad-Saison liegt natürlich auf dem RuhrtalRadweg. Aber auch der im vergangenen Jahr eröffnete Weg „Von Ruhr zu Ruhr“, der über Hattingen, Sprockhövel, Gevelsberg, Esborn in ländlicher Idylle auf einer ehemaligen Erzbahntrasse nach Wengern führt, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Von Wengern aus kann man dann an der Ruhr entlang nach Hattingen zum Ausgangspunkt Leinpfadweg zurückradeln.
pm/eRe