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Halbjahresbilanz der Agentur für Arbeit für NRW

Zwischenbilanz für die Arbeitsmarktsituation 2010 in NRW

 
Deutschland , Fr. 02.07.2010, Autor: voßnacke
 

Es geht bergauf! Das vermeldete gerade die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit NRW anlässlich ihrer Halbzeitbilanz 2010. Demnach gibt es einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Arbeitskräften. Ist die Krise etwa überstanden? Nun, Grund zur Euphorie geben die Zahlen vom Juni nicht wirklich. Zwar ist fast überall in NRW ein Rückgang der Arbeitslosigkeit, besonders im gewerblichen Bereich, zu verzeichnen, allerdings ist die tiefe Flaute am Anfang des Jahres noch lange nicht ausgeglichen. Die Halbzeitwerte gleichen nahezu denen im Vorjahr.

Weiterhin muss der Arbeitsmarkt in NRW durch Kurzarbeit erleichtert werden. Rückblickend kann man von 45.960 durch Kurzarbeit geretteten Stellen in den letzten Monaten ausgehen. Jedoch auch hier kommt langsam eine Besserung in Sicht. Waren es im Mai noch 580 Unternehmen die für rund 9.000 Beschäftigte Kurzarbeit anmeldeten, sind es im Juni nur noch 510 bis 560 Betriebe und 6.900 bis 7.500 Personen, die von der vorübergehenden Notlösung betroffen waren.

Einzelne Personengruppen profitieren besonders: Männer und Jugendliche

Besonders instabil zeigte sich am Jahresanfang der gewerbliche Bereich, in welchem viel mehr Männer als Frauen beschäftigt sind. Durch den Aufschwung profitieren daher besonders männliche Arbeitssuchende. Aber auch die Jugendarbeitslosigkeit ist zurückgegangen. Ganze 13,2 Prozent weniger Menschen unter 25 Jahren als im Vorjahr wurden vom Jobcenter betreut. Im Gegensatz dazu steigert sich aber weiterhin die Zahl derer über dem 50. Lebensjahr. Bei dieser Gruppe stiegen die Zahlen vom letzten Jahr um 3,2 Prozent.

Von einem tatsächlichen Rückgang kann man im Bereich der Arbeitslosengeld-I-Empfänger reden. Hier sind es knapp 15 Prozent oder 37.230 Menschen weniger als im Vorjahr.

Ruhrgebiet bleibt nach wie vor stabil

Während des ganzen Auf und Ab der letzten Monate blieben die Zahlen im Ruhrgebiet relativ stabil. Dementsprechend ist in dieser Region auch der kleinste Aufschwung zu verzeichnen im Gegensatz zu den Gebieten NRWs, in denen die Arbeitsplatznachfrage stärker zurückgegangen war.

 

 

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